"Zusammen geht was!" – Ökumenischer OpenAir Gottesdienst zur Fußball-EM

Gelsenkirchen - Anlässlich der Fußball-Europameisterschaft 2024 und des Familientages in der Fan-Zone im Nordsternpark Gelsenkirchen veranstaltete die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) gemeinsam mit dem oikos-Institut der EKvW einen OpenAir-Gottesdienst für Kinder und Familien mit Musik, Bewegung - und natürlich auch mit etwas Fußball

Auf der großen Bühne! Während Pfarrerin Elga Zachau den Gottesdienst anmoderierte, bereitete sich die Band „Lebendiges Wort“ auf ihren Einsatz vor.

Es braucht uns alle! Pfarrerin Ailed Villalba-Aquino band den Fußball direkt in ihre Predigt ein.

Zusammen die Welt bewegen, wurde beim Wurfspiel mit den Weltkugeln wörtlich genommen.

„Wie schön, dass Sie und ihr alle hier seid! Wie schön, dass wir hier sein können“, begrüßte Pfarrerin Elga Zachau in einer kurzen Anmoderation die großen und kleinen Gäste vor der Bühne.  Auf die Frage, ob Fußball und Kirche überhaupt zusammen passen hat sie eine ganz klare Antwort: Auf jeden Fall!  „Zusammen geht was! Das erleben wir als Christ*innen in unseren Gemeinden und weltweit und das erleben auch die Mannschaften mit ihren Fans als ‚12. Mann‘“.

Auch im Impuls von Pfarrerin Ailed Villalba-Aquino, gebürtige Kubanerin und Mitarbeiterin des oikos-Instituts für Mission und Ökumene der Evangelischen Kirche von Westfalen, egal ob Kirche oder Fußball: Zusammen geht was! „Ein Fußball besteht aus 32 miteinander verbundenen Waben. Fehlt eine, kann man nicht spielen. Genauso verhält es sich in einem Team: Jede Person zählt und ist wichtig,“ erklärte sie. „Jesus stellte sein Team aus ganz normalen Menschen zusammen. Jede*r war wichtig, wie eine Wabe im Fußball. Zusammen geht was – im Fußball und im Leben.“

Villalba-Aquino thematisierte auch gesellschaftliche Missstände, wie die ungleiche Bezahlung von Fußballspielerinnen und die unfairen Arbeitsbedingungen bei der Herstellung von Fußballtrikots. Von den knapp 90€ die so ein Trikot zuweilen kostet, blieben nur 90cent bei der Person die es genäht hat. „Lasst uns gemeinsam gegen Ungleichbehandlung einstehen mit Respekt und Liebe miteinander umgehen.“

Zusammen die Welt bewegen – das nahm Pfarrerin Britta Möhring aus dem Kirchenkreis Gelsenkirchen und Wattenscheid wörtlich. Von der Bühne warf sie aufgepustete Weltkugeln ins Publikum. Das Ziel: „Wir wollen gemeinsam die Welt bewegen! Dafür braucht es jede*n von uns“, so Britta Möhring. Die „Welt“ sollte bis zum Ende des Publikumsbereiches durchgeben werden. Zusammen geht was!

Das zeigte auch die Band „Lebendiges Wort“ der gleichnamigen Gemeinde in Gelsenkirchen, die den kurzen Gottesdienst musikalisch begleitete. Alfred Aptekar, Pastor der Gemeinde erklärte, dass die Band neben seinen Kindern (Gesang und Schlagzeug) aus geflüchteten Musiker*innen aus der Ukraine besteht. Sein Sohn Benjamin animierte als Sänger die kleinen (und großen) Gäste zum Mitmachen und Tanzen.

Zusammen geht was: Auf der Bühne, im Fußball, in der Kirche und auf der Welt. KO


Informationen zum oikos-Insitut finden Sie untern: www.oikos-institut.de

Text: Katrin Oelbracht
Fotos: Cornelia Fischer